Exporo-auf in die Alpenrepublik-trotzdem Totalverlustrisiko bleibt beim Projekt Wohnen im 5. Bezirk in Wien

Nun, der 5.Bezirk in Wien ist kein Wohunungshotspot, aber das kann den Investoren in diesem Projekt ja auch egal sein, denn letztlich investieren sie ja auch nicht in die Immobilie, sondern geben dem Unternehmen, das Geld von Kleinanlegern haben will, ein Nachrangdarlehen mit Totalverlustrisiko. Kreditnehmer ist hier eine Nado Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Wien, und da beginnt dann eine weitere Krux dieses Projektes. Denn wenn Sie Ärger haben mit dem Unternehmen, dann müssen Sie in Österreich, in Wien, klagen. Herzlichen Glückwunsch und viel Spass dabei.

Zum Projekt selber heißt es im VIB:

„Anlageobjekt der Vermögensanlage ist das nachfolgend beschriebene Immobilienprojekt„Wohnen im 5. Bezirk“. Die Emittentin
verpflichtet sich, das Darlehenskapital zweckgebunden für das Anlageobjekt einzusetzen. Bei dem Immobilienprojekt„
Wohnen im 5. Bezirk“handelt es sich um das folgende Vorhaben:
Die Emittentin ist Eigentümerin des Grundstücks mit der postalischen Bezeichnung Siebenbrunnengasse 48, 1050 Wien, eingetragen im Grundbuch der Katastralgemeinde 01008 Margarethen des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien, Einlagezahl 1079, Grundstücksnummern 832 und 833 mit einer Größe von 1.587 m² (nachfolgend „Grundstück“). Das Grundstück verfügt über ein Bestandsgebäude aus der Zeit um 1900, welches im Zuge des Projektes revitalisiert und aufgestockt werden soll. Es sollen insgesamt 47 Wohneinheiten zwischen 31 m² und 123 m² auf insgesamt ca. 2.620 m² Wohnfläche durch umfangreiche Sanierungen sowie Ausbau der Dachgeschosse entstehen. Der Baubeginn ist bereits erfolgt. Ziel des Projektes ist es, 38 Wohneinheiten im Wege des Verkaufs zu veräußern und 9 Einheiten im Bestand zu halten.“

Interessant dann noch dieser Hinweis:

„Der auf der Grundlage des letzten aufgestellten Jahresabschlusses 2016 der Emittentin für das Geschäftsjahr vom 01.01.201 6 bis zum 31.12.2016 berechnete Verschuldungsgrad beträgt 150,6 %.“
„Exporo Beschreibung des Projektes:
  • Umfangreiche Sanierung von Wohneinheiten eines bestehenden Wohngebäudes sowie Ausbau der Dachgeschosse und Errichtung von 9 Tiefgaragen-Stellplätzen.
  • Grundschulden in Höhe von 1,8 Mio. € im Range nach der finanzierenden Bank.*
  • Notariell beurkundetes abstraktes Schuldanerkenntnis der Geschäftsführerin der Nado Vermögensverwaltung GmbH in Höhe von 1,74 Mio. € zzgl. Zinsen und Kosten.*
  • Sanierung hat bereits begonnen, Baugenehmigung liegt vor.
  • Direkt nach Vertriebsstart sind bereits 2 Einheiten verkauft und 7 reserviert.
  • Wien zählt zu den am schnellsten wachsenden Städten Europas – Projektlage in einem der zentrumsnahen Innenbezirke.
  • Feste Verzinsung: 5,5 % (endfällig)
  • Mindestlaufzeit: 20.12.2019 (ca. 16 Monate)**
  • Maximallaufzeit: 30.06.2020 (ca. 23 Monate)**“
Auch hier werden möglicherweise wieder einmal Sicherheiten vorgegaukelt, die es dann im Ernstfall gar nicht gibt. Was ist diese Bürgschaft WERT? Das kann man letztlich nur beurteilen, wenn man weiß, in welcher Höhe die Herren bereits Bürgschaften abgegeben haben und wie hoch ihr Vermögen ist.
Mal ehrlich, was wollen Sie mit einer Sicherheit „nach der finanzierenden Bank“ im Grundbuch? Das sind aus unserer Sicht „Pseudosicherheiten“, bei denen man nicht weiß, wie belastbar die im Ernstfall dann sind. Typisch EXPORO.

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